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	<title>Laleleander&#039;s Blog</title>
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	<description>Was ich will, wird erst am Ende meines Schaffens deutlich werden, als ganzes gesehen... - ein Zitat des Künstlers Max Beckmann</description>
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		<title>Verena Becker und der Verfassungsschutz</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 19:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Aus dem Mordfall Buback ist ein Justizfall Becker geworden.“ So steht es zumindest im Klappentext seines Buches &#8222;Verena Becker und der Verfassungsschutz.&#8220; Wolfgang Kraushaar untersucht dabei eine unglaubliche Annahme. RAF-Terroristin Verena Becker soll für den Verfassungsschutz gearbeitet haben.Und das möglicherweise sogar vor dem Attentat auf Siegfried Buback. Sollte der Staat eine Frau decken, die über [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=267&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Aus dem Mordfall Buback ist ein Justizfall Becker geworden.“ So steht es zumindest im Klappentext seines Buches &#8222;Verena Becker und der Verfassungsschutz.&#8220; Wolfgang Kraushaar untersucht dabei eine unglaubliche Annahme. RAF-Terroristin Verena Becker soll für den Verfassungsschutz gearbeitet haben.Und das möglicherweise sogar vor dem Attentat auf Siegfried Buback. Sollte der Staat eine Frau decken, die über den Mordfall informiert war oder sogar selbst die Waffe gezückt hat? </p>
<p><strong>Begründete Vermutung</strong><br />
Wolfgang Kraushaar, Kenner der Materie und Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, beleuchtet den Fall im Kontext seiner Zeit. Dabei schildert er auch die Biographie Beckers, deren Leben im Jahr 1972 eine entscheidende Wende nimmt. Becker saß nach einem Anschlag in U-Haft. Einige der Inhaftierten wurden vom Berliner Landesamt für Verfassungsschutz kontaktiert. Ulrich Schmücker, Mitglied der terroristischen Gruppe &#8222;Bewegung 2. Juni&#8220; ging dem Verfassungsschutz ins Netz. Er gestand seine Tat und ließ sich für seine Dienste anwerben. </p>
<p>Und das mit fatalen Folgen. Schmücker wurde nach neun Monaten Haft wieder entlassen, wurde allerdings später erschossen. Von seinen &#8222;Freunden&#8220; aus der linken Szene wurde er regelrecht hingerichtet. Der Mord an dem Studenten ist bis heute ungeklärt. Wie sich später herausstellte, gehörte die Tatwaffe in den Besitz des Verfassungsschutzes. Der Schluss liegt also nahe, dass auch Verena Becker für den Verfassungsschutz gearbeitet haben könnte.  </p>
<p><strong>Annahmen und Hypothesen </strong><br />
Der Publizist versucht Licht ins Dunkel zu bringen. Er erläutert die Beziehungen bundesdeutscher Geheimdienste und ihre Rolle zum Terrorismus. Es gelingt Wolfgang Kraushaar nicht den Nachweis zu erbringen, dass Verena Becker tatsächlich Agentin des Verfassungsschutz war. Sein Buch beruht auf Annahmen und Hypothesen. Um diese zu beweisen sammelt der Autor akribisch Indizien. Warum sind Zeugenaussagen vernachlässigt worden? Bereits unmittelbar nach dem Attentat auf Siegfried Buback wollten einige der Befragten eine zierliche Person gesehen haben, die die tödlichen Schüsse abgegeben hatte. Warum wurde Verena Becker niemals angeklagt, obwohl bei ihr die Tatwaffe gefunden wurde? Fragen über Fragen. </p>
<p>Was am Ende bleibt? „Der Verdacht ist und bleibt eine begründete Vermutung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.&#8220;</p>
<p>Wolfgang Kraushaar: Verena Becker und der Verfassungsschutz<br />
Hamburger Edition, Hamburg 2010</p>
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		<title>Zauberhafte Abende &#8211; Die Zweite</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 18:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben einer Berufjugendlichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine größte Sorge hat sich nicht erfüllt. Die Wiese hat sich nicht in einen schlammigen Trampelpfad verwandelt, der von mir erwartete Regen ist ausgeblieben. Umso besser! Ich bin fast schon ein bisschen froh, dass ich mir nicht extra für das Konzert Gummistiefel angeschafft habe. Obwohl –Gummistiefel kann man immer gebrauchen. Vorausgesetzt, man fährt gerne aufs [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=260&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine größte Sorge hat sich nicht erfüllt. Die Wiese hat sich nicht in einen schlammigen Trampelpfad verwandelt, der von mir erwartete Regen ist ausgeblieben. Umso besser! Ich bin fast schon ein bisschen froh, dass ich mir nicht extra für das Konzert Gummistiefel angeschafft habe. Obwohl –Gummistiefel kann man immer gebrauchen. Vorausgesetzt, man fährt gerne aufs Festival oder auf ein Open Air. Vielleicht ist es nur einfach so, dass ich insgeheim gerne Gummistiefel hätte, einfach um welche im Schrank stehen zuhaben. Für den Fall der Fälle sozusagen. Auch wenn ich sie gar nicht brauchen sollte … </p>
<p>Bei den „Zauberhaften Abenden“ habe ich sie schließlich auch nicht wirklich vermisst. Aber nun genug der Gummistiefel. Wir erinnern uns: Bei den „Zauberhaften Abende“ geben sich an drei Tagen im August unterschiedliche Künstler die Klinke in die Hand und spielen vor der wirklich zauberhaften Kulisse des Schloss Herdringens. Zufälligerweise bin ich vor weit mehr als zwanzig Jahren in unmittelbarer Nähe der Grafschaftauf gewachsen. Sozusagen im Nachbardorf. Grund Genug wieder einmal die alte Heimat zu besuchen. Und als Sahnehäubchen dann noch ein wirklich fantastisches Line Up zu genießen! </p>
<p>Dieses Jahr waren wir – „wir“ das sind ich und mein Freund – am Samstag mit von der Partie. Für den Samstag gab es nämlich, im Gegensatz zu den anderen zwei Terminen, ein schlagendes Argument. Und das war der von mir verehrte Clueso. Ein weiteres Argument waren die ebenfalls von mir geschätzte Band „Wir sind Helden“, auf die sich allerdings besonders meine bessere Hälfte freute. Pohlmann wollte dagegen niemand von uns beiden sehen. Den gab es sozusagen gratis obendrauf.<br />
<strong><br />
Max Prosa</strong><br />
Max Prosa, genauso wie auch Clueso von „Flughafen“ produziert und beim Open Air der Support, überzeugte mit deutschen Texten und rauchig-markanter Stimme. Seinesträhnigen braunen Haare fielen ihm immerzu ins Gesicht. Manchmal wirkte er einwenig verplant, wie er dort oben auf der Bühne stand und mit dem Publikum sprach. Das schmälerte allerdings nicht den sympathischen Gesamteindruck. Natürlich, keine Spur von Arroganz oder Überheblichkeit. Max Prosa kann nur gewinnen, schließlich steht er noch ganz am Anfang seiner Karriere.</p>
<p><strong>Pohlmann</strong><br />
Bisher kannte ich von Pohlmann nur einige wenige Songs. Kein Album, kein Konzert,keinen Bericht. „Wenn jetzt Sommer wär“, „Für Dich“ oder „Wenn es scheint, dass nichts gelingt“ sind so Hits, die im Radio rauf und runter laufen. Zumindestwenn man gelegentlich „Eins Live“ einschaltet. Das Publikum schien Pohlmann zu lieben. Es sang eifrig die Hits des Hamburgers mit, der während seiner Moderation auch immer wieder über seine Wahlheimat erzählte. </p>
<p><strong>Wir sind Helden</strong><br />
„Wirsind Helden“ hätte ich mir anders vorgestellt. Sängerin Judith Holofernes wirktewie die Prototyp Berlinerin: Schwarzes Kleid im Secondhand Look und abgetragene, gelbe Lederstiefel. Dunkelblonde Haare rahmten ihr Gesicht. Und scheinbar hatte Frau Holofernes, genauso wie der Rest der Band, keine Ahnung, wo sie sich eigentlich befindet. Um dies zu kaschieren, erzählte sie immer wieder von dem „schönen Ort“. Auf den Zwischenruf eines Zuschauers, wo sie denn hier eigentlich sei, reagierte die Frontfrau erst gar nicht. Genauso wenig wusste sie, ob das Gemäuer, in dem die Gespenster hausen, eigentlich eine Burg oder ein Schloss ist?! Fairerweise muss ich sagen, dass auch wenn ich das Gerede von ihr ein wenig „strange“ fand, die Musik der Helden und der Auftritt wirklich großartig waren. </p>
<p><strong>Clueso</strong><br />
In der Zwischenzeit standen die Sterne bereits am Himmel, als auch meinpersönlicher Stern am Musikerhimmel zu leuchten begann: Clueso. Vollmundig erzählte ich meinem Freund, dass ich jedes Lied mitsingen könnte, immerhin hätte ich ja alle fünf Alben zu Hause. Im Laufe des Konzerts musste ich mir dann allerdings eingestehen, dass es bei den neueren Alben noch nicht ganz fürdie hundertprozentige Textsicherheit reicht. Aber ich arbeite daran! Obwohl ich den Kampf um die erste Reihe leider verloren hatte, ich hatte es nur in dieZweite geschafft, war es ein ganz großartiges Gefühl, auch einmal die ganzeBand näher in Augenschein nehmen zu können. Vor mir standen kreischende Teenager und ich mitten drin! Dabei war das Publikum auch altersmäßig buntgemischt, bei den Jüngeren war aber offensichtlich der Ehrgeiz größer sich indie erste Reihe zu schlagen. Übrigens sehr zu meinem Leidwesen! Clueso bot uns dann eine opulente Bühnenshow, die mit ihren Lichteffekten für Eindruck sorgte.</p>
<p>Am Ende des Abends wankten wir dann zufrieden von dannen und versicherten uns noch einmal, dass es bis dahin ein wirklich großartiger Abend war &#8230; Für uns war der Abend dann allerdings noch nicht ganz zu Ende, denn es ging noch auf den Geburtstag eines guten Freundes. Aber das ist eine andere Geschichte. Vielleicht habe ich mir bis zum nächsten mal für die &#8222;Zauberhaften Abende&#8220; Gummistiefel angeschafft. Nur um dann festzustellen, dass ich sie wieder nicht brauche. Man wird sehen! </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laleleander.wordpress.com/260/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laleleander.wordpress.com/260/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=260&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Andreas Baader &#8211; Das Leben eines Staatsfeindes</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 18:05:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Baader]]></category>
		<category><![CDATA[Gundrun Ensslin]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>

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		<description><![CDATA[Staatsfeind, Charismatiker, RAF-Terrorist – Andreas Baader ist eine facettenreiche Figur. Viele Autoren haben sich bereits mit dem Phänomen Andreas Baader beschäftigt. So auch Klaus Stern und Jörg Herrmann. Nicht alles ist neu, was der Dokumentarfilmer und der evangelische Theologe zusammen tragen. Dennoch gelingt es ihnen interessante Aspekte aufzuzeigen und sich so dem Phänomen Andreas Baader [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=252&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Staatsfeind, Charismatiker, RAF-Terrorist – Andreas Baader ist eine facettenreiche Figur. Viele Autoren haben sich bereits mit dem Phänomen Andreas Baader beschäftigt. So auch Klaus Stern und Jörg Herrmann. Nicht alles ist neu, was der Dokumentarfilmer und der evangelische Theologe zusammen tragen. Dennoch gelingt es ihnen interessante Aspekte aufzuzeigen und sich so dem Phänomen Andreas Baader zu nähern. </p>
<p>Dies liegt mitunter daran, dass die Autoren zahlreiche Interviews geführt haben. Beispielsweise mit Ello Michel, der Tochter von Andreas Baader, die heute in Paris lebt. Der Leser gewinnt durch sie zwar einen Einblick in die Vater-Tochter Beziehung, allerdings wird der Erkenntnisgewinn nicht wesentlich vergrößert. Vergleichsweise interessant ist dagegen die Darstellung seines Onkels Michael Kroecher, der als Schauspieler und Tänzer an renommierten Theatern aufgetreten ist. Oder die Gespräche mit Mutter Anneliese Baader, die noch im Altenheim froh darüber ist, das niemand wisse, wer sie wirklich sei. </p>
<p><strong><br />
Der Weg in den Untergrund </strong></p>
<p>Es gelingt den Autoren herauszustellen, und das ist die eigentliche Leistung des Werks, dass der spätere RAF-Terrorist mit der 1968er Bewegung wenig am Hut hatte. Die Studentenbewegung ist eine willkommene Projektionsfläche für ihn, in der er endlich zur „Aktion“ schreiten kann. Der nonkonforme Andreas Baader, der zeitlebens aneckte und bereits in jungen Jahren straffällig wurde, kann so seine Mitmenschen in seinen Bann ziehen. Dabei inszeniert er sich selbst und hält sich nicht immer an die Wahrheit. Er behauptet, dass er ein Buch schreibt oder einen Film drehen will. Nichts davon ist wahr. </p>
<p>Eigentlich ist er arbeitslos, schnorrt sich durch und lässt sich von seinen Frauen aushalten. Er ist ein klassischer Anti-Held und Haustyrann. Erst die 1968er Bewegung gibt ihm eine Bühne. Ohne sie hätte er vermutlich die Geschichte der Nachkriegszeit niemals geprägt. Es folgt der Weg in den Untergrund, Attentate und Bekennerschreiben. 1972 ist es dann vorbei. Die Baader-Meinhof Gruppe wird inhaftiert. </p>
<p><strong>Das große Scheitern</strong></p>
<p>Doch Andreas Baader gibt nicht kampflos auf. Die Befreiung aus der Haft wird geplant. Die zweite Generation der RAF hat die Aufgabe, die Gefangenen zu befreien. Andreas Baader sollte allerdings nicht mehr in Freiheit gelangen. Nach einem gescheiterten Befreiungsversuch im Oktober 1977 begeht er, zusammen mit Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe, Selbstmord. Irmgard Möller überlebt schwer verletzt. Noch heute rätselt man über die genauen Todesumstände. </p>
<p>Die Biographie „Andreas Baader. Das Leben eines Staatsfeinds“ ist sehr lesenswert. Der reportagenartige Stil der Autoren lässt keine Langeweile aufkommen. Die Fotos dokumentieren anschaulich das Leben des einstigen RAF-Terroristen. Mit der Überblicksdarstellung gewinnt der Leser einen umfangreichen Überblick über das Leben des Staatsfeindes, allerdings weniger über die RAF. </p>
<p><strong>Klaus Stern, Jörg Hermann: Andreas Baader. Das Leben eines Staatsfeindes<br />
dtv, München 2006, 360 Seiten, 15 Euro</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laleleander.wordpress.com/252/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laleleander.wordpress.com/252/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=252&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Grosses Gernsehen</title>
		<link>http://laleleander.wordpress.com/2011/08/29/grosses-gernsehen/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben einer Berufjugendlichen]]></category>
		<category><![CDATA[Bastian Pastewka]]></category>
		<category><![CDATA[Kalkhofes Mattscheibe]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Kalkhofe]]></category>
		<category><![CDATA[Pastewka]]></category>
		<category><![CDATA[Zeltfestival Ruhr]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir kamen viel zu früh auf dem Gelände des Zeltfestivals Ruhr an. Die verbleibende Zeit vertreiben wir uns mit Bier, Cola und Latte Macchiato. Um 22 Uhr hieß es dann endlich Feuer frei für den Gernsehclub mit Oliver Kalkhoffe (45) und Bastian Pastewka (39). Das erhoffte Feuerwerk der guten Laune bleibt allerdings aus. Herzblatt, Dalli, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=246&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir kamen viel zu früh auf dem Gelände des Zeltfestivals Ruhr an. Die verbleibende Zeit vertreiben wir uns mit Bier, Cola und Latte Macchiato. Um 22 Uhr hieß es dann endlich Feuer frei für den Gernsehclub mit Oliver Kalkhoffe (45) und Bastian Pastewka (39). Das erhoffte Feuerwerk der guten Laune bleibt allerdings aus.</p>
<p>Herzblatt, Dalli, Dalli, Wetten Dass …? </p>
<p>Die Show sollte interaktiv sein, zum Mitmachen und Mitraten. Ich rätselte bereits, welche großen Momente der Fernsehunterhaltung, die im Vorfeld großspurig angekündigt wurden, das hätten sein können: Dalli, Dalli, Herzblatt oder vielleicht Wetten Dass …? Fehlanzeige! Das Beste was das Fernsehen jemals zu bieten hatte kommt – wenn wundert´s &#8211; von Pastewka und Kalkhoffe selbst. Dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin! Dumm nur, dass wir das Dargebotene als eingefleischte Pastewka Fans weitestgehend kannten. Und die anderen rund 500 anwesenden Fans vermutlich auch.</p>
<p>&#8222;I´ve been looking for Frühling&#8220;</p>
<p>Die Stimmung im Zelt war trotzdem bombig, auch wenn sich die Reihen mit der Zeit ein wenig lichteten. Schwer zu sagen, ob das dem Umstand geschuldet war, dass der letzte Busshuttle bereits vor Ende der Show das Gelände verließ oder einige der Fans einfach enttäuscht waren?! Los ging´s schließlich mit der Volksmusik-Satire „Fröhlicher Frühling“, in dem David Hasselhof „I´ve been looking for Frühling“ performte. Ein Fan wollte in der interaktiven Fragerunde sogar wissen, ob Mister Baywatch überhaupt wisse, dass er bei der Verarsche des Mutantenstadels aufgetreten sei. „Erklärt habe man ihm es“, sagte Bastian Pastewka. </p>
<p>Die zwei Komiker beglückten uns mit Klassikern von Kalkhofes Mattscheibe und eine Folge Pastewka. Besonders Kalkhoffes bissige Satire hatte es mir angetan. Davon überzeugen konnte ich mich allerdings nur dann, wenn Kalkoffe die abgrundtief peinliche Guilia Siegel mit ihrem Pro 7 Format „Guilia in Love“ oder die Sat1 Sendung „Gräfin gesucht“ vorführte. Sicherlich hat sich das Management nicht zufällig für Sendungen aus der Pro7/Sat1 Gruppe entschieden, schließlich sind das die beiden Haussender der Comedians. </p>
<p>Schulterzucken zur Filmusik</p>
<p>Ein besonderes Bonbon war dann allerdings Bastian Pastewkas Schulterzucken zur Filmmusik, die ihm auf einem Kopfhörer eingespielt wurde. Die Zuschauer mussten – was nahezu unmöglich war – raten, zu welchem Lied der Comedian gerade rhythmische Bewegungen vollführte. Großes Kino! </p>
<p>Zum Schluss konnten sich die Fans noch ein Autogramm signieren lassen. Stars zum Anfassen sozusagen. Bastian Pastewka nahm sich für jeden Einzelnen sehr viel Zeit, Oliver Kalkhoffe fragte immerzu, ob jemand noch eines wolle und mein Freund war sehr glücklich darüber, dass wir ein Autogramm für uns beide bekommen hatte. Als ich beim nächsten Tag mit dem Auto ins Sauerland fuhr, sang in meinem Kopf eine Stimme „I´ve been looking for Frühling.“ So schlecht kann der Abend also doch nicht gewesen sein … </p>
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		<title>27</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 14:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem 2005 erschienen Spiegel Interview äußert sich Kim Frank sehr abwertend über den Drummer von Pink Floyd, der seiner Zeit seine Memoiren veröffentlichte. Es seien &#8222;Opis&#8220; die ihrer Zeit nachtrauern. Sechs Jahre später vermittelt sein kürzlich erschienenes Buch &#8222;27&#8243; einen ganz ähnlichen Eindruck: Sein literarisches Debüt weist erstaunliche Parallelen zu seiner eigenen Biographie auf. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=243&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem 2005 erschienen Spiegel Interview äußert sich Kim Frank sehr abwertend über den Drummer von Pink Floyd, der seiner Zeit seine Memoiren veröffentlichte. Es seien &#8222;Opis&#8220; die ihrer Zeit nachtrauern. Sechs Jahre später vermittelt sein kürzlich erschienenes Buch &#8222;27&#8243; einen ganz ähnlichen Eindruck: Sein literarisches Debüt weist erstaunliche Parallelen zu seiner eigenen Biographie auf. </p>
<p>Kim Franks Protagonist Mika ist vor allen Dingen eins: Auf der Suche nach sich selbst. Wenn den Hypochonder nicht die Angst vor der Belanglosigkeit seines Daseins treibt, so ist es der Glaube, mit 27 aus dem Leben zu scheiden. Die Zahl fasziniert und verfolgt ihn gleichermaßen. Nicht zuletzt deshalb, weil zum Club der 27 nur jene Musiker gezählt werden, die im Alter von 27 sterben. Mika kann seinem Leben allerdings eine Daseinsberechtigung einhauchen. Mehr zufällig als geplant wird er Mitglied der Band &#8222;Fear&#8220;. Rasch feiern sie deutschland- und europaweite Erfolge.</p>
<p>Mika durchbricht das Vakuum aus Sex, Drugs and Rock´n´ Roll erst, als er eines Tages Clara trifft. Clara ist Moderatorin, hat rot gefärbte Haare und blaue Kontaktlinsen. Sie ist seine erste große Liebe. Auf den großen Ruhm folgt der freie Fall. Einsamkeit und Angst vor einem frühen Tod sind Mikas ständige Begleiter. Genauso wie der Protagonist war Kim Frank in seiner Jugend erfolgreicher Sänger der Band &#8222;Echt&#8220;. Von den Medien und den Fans wurde er zur Stimme einer ganzen Generation verklärt. Außerdem war er vier Monate lang mit Enie van de Meiklokjes, seiner Zeit Bravo TV Moderatorin mit roten Haaren, liiert.  </p>
<p>Streckenweise fehlt Kim Franks Erstling die nötige Tiefe. Als Leser wünscht man sich, mehr über seine Charaktere zu erfahren. Das spannende Thema Club 27 könnte feinsinniger in das Geschehen integriert werden, an vielen Stellen wirkt es konstruiert und will nicht recht in den Erzählfluss passen. Im Verlauf der Handlung gewinnt sein Roman allerdings an Stärke. Die Romanze zwischen Mika und Clara ist wundervoll beschrieben, klar und wahrhaftig. Trotz kleiner Schwächen ist Kim Franks &#8222;27&#8243; die ideale Abendlektüre um abzuschalten und um eine andere Welt einzutauchen. Bleibt abzuwarten, ob er es beim nächsten Roman schafft, sich mehr von seiner eigenen Vita zu lösen. Denn von einem Rock Opi ist Kim Frank mit seinen 28 Jahren noch weit entfernt. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laleleander.wordpress.com/243/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laleleander.wordpress.com/243/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=243&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>So sehr dabei</title>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 18:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8222;Zu schnell vorbei&#8220; singt Clueso auf der Bühne der Halle Münsterland. &#8222;Zu schnell vorbei&#8220; denke auch ich. Die Zeit ist vorbei als Clueso noch kleine Hallen füllte und ein Künstler zum Anfassen war. Die Bodenhaftung verloren hat der smarte Erfurter dennoch nicht. Seine erste Singleauskopplung aus seinem neuen Album „An und für sich“ gefällt mir [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=239&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Zu schnell vorbei&#8220; singt Clueso auf der Bühne der Halle Münsterland. &#8222;Zu schnell vorbei&#8220; denke auch ich. Die Zeit ist vorbei als Clueso noch kleine Hallen füllte und ein Künstler zum Anfassen war. Die Bodenhaftung verloren hat der smarte Erfurter dennoch nicht.</p>
<p>Seine erste Singleauskopplung aus seinem neuen Album „An und für sich“ gefällt mir nur mäßig. Sie hat Ohrwurmcharakter. Sicher. Ich aber vermisse den typischen Clueso Sound. Charismatischen Sprechgesang, leichte Melancholie gepaart mit Geschichten von der Liebe, Freunden oder Heimweh. Geschichten, die jeder von uns kennt, die aber niemand so schön singen kann wie Clueso.</p>
<p>Ich werde dennoch nicht enttäuscht. Dass heißt, ein bisschen enttäuscht bin ich schon, wenn ich die kreischenden Fans in der Halle Münsterland betrachte. Plötzlich bin ich nur noch eine von vielen. Als Fan des Songwriters genießt man nicht mehr die Exklusivität von einst. Clueso füllt jetzt die großen Hallen. Schade für mich, schön für ihn.</p>
<p>Es fühlt sich an wie auf einem Konzert einer Boy-Group. Eine kleine Bewegung und die Fans geraten in Extase. Auch die Bühnenshow hat sich verändert. Ausschnitte aus Cluesos Videos werden an die Wand projiziert, der Bühnenhintergrund wechselt, Nebel wird eingesetzt. Alles ist größer und aufwendiger geworden.</p>
<p>Clueso will seinen Fans einiges bieten. Auch die Veröffentlichung des Albums, das eigentlich schon Mitte März auf dem Markt sein sollte, hat sich verzögert. Ein Perfektionist. Und das so ganz ohne Starallüren. Thomas Hübner, alias Clueso, ist kein Mann der großen Worte, er feiert sich nicht selbst auf der Bühne. Er wirkt irgendwie natürlich und liebenswert, fast schon hilflos, wenn er am Bühnenrand ganz nah bei den schreienden Fans steht und sagt: „Also ein bisschen Angst habe ich ja schon vor Euch.“</p>
<p>Fünf Alben des Erfurters sind bisher erschienen. Mit jedem seiner Alben hat Clueso sich weiter entwickelt. Vom Hip Hopper ist er nun zum erfolgreichen Songwriter geworden, der seinen für ihn typischen Stil prägt. Und so wurde auch mir rasch klar, dass die „poppige Nummer“ auf seinem unlängst erschienen Album nur eine Facette seines Schaffens ist. Mal ein bisschen elektronischer, mal ein bisschen ruhiger &#8211; Clueso hat mit &#8222;An und für sich&#8220; ein traumhaftes Werk geschaffen. Und ist sich dabei selbst treu geblieben. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laleleander.wordpress.com/239/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laleleander.wordpress.com/239/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=239&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Indie Pop und Alter Ego</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 07:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben einer Berufjugendlichen]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fertig]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Los]]></category>

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		<description><![CDATA[Fertig, Los stehen kurz vor ihrem großen Durchbruch. Im Essener Grend heizten die Indie Popper ihr Publikum am Freitag, 25. Februar mächtig ein. Mit schrammeligen Gitarrensound und starken Texten beherrschten sie souverän die Bühne. Frei von Popstar Allüren, wahnsinnig sympathisch, beispielhafter Indie Sound &#8211; das sind Fertig, Los. Jungenhaft und beinahe unschuldig betrat der Frontmann [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=235&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fertig, Los stehen kurz vor ihrem großen Durchbruch. Im Essener Grend heizten die Indie Popper ihr Publikum am Freitag, 25. Februar mächtig ein. Mit schrammeligen Gitarrensound und starken Texten beherrschten sie souverän die Bühne. Frei von Popstar Allüren, wahnsinnig sympathisch, beispielhafter Indie Sound &#8211; das sind Fertig, Los. </p>
<p>Jungenhaft und beinahe unschuldig betrat der Frontmann Phillipp Leu die Szenerie. Er entschuldigte sich zunächst für den Ausfall des Supports &#8222;Smiller&#8220;, die das Publikum mit ihrem Gitarrenpop auf Fertig, Los einstimmen sollten. Stattdessen mimte sein Alter Ego &#8222;Mexican Hasselhoff&#8220;, &#8222;Alles nur geklaut&#8220; von den Prinzen und &#8222;Alles wird sich ändern&#8220; von Echt, um dem &#8222;kollektivem Gedächtnis des Publikums&#8220; auf die Sprünge zu helfen. </p>
<p>Den Zuschauern gefiel der spontan improvisierte Ersatz für die Vorband. Es lachte herzhaft mit &#8222;Mexican Hasselhoff&#8220; alias Phillipp Leu. Er, der mutig den Alleinunterhalter gab, dürfte noch mehr Sympathien gewonnen haben. Kurz vor seinem Bühnenabgang scherzte er: &#8222;Vielleicht gibt´s demnächst auch eine Seite bei Myspace von Mexican Hasselhoff&#8220;. </p>
<p>Die Feuertaufe hatte Sänger, Gitarrist und Songwriter Phillipp Leu bereits überstanden, als schließlich dann auch der Rest der Band die Bühne erklomm. Mit seinen Bandkollegen stellten die Indie Popper Songs aus ihrem aktuellen Album &#8222;Pläne für die Zukunft&#8220; vor. Ein besonderes Bonbon: Ähnlich wie bei den &#8222;Subways&#8220;, wo die weiblichen Mitglieder den Bass zupfen, ist auch Julia Fiechtl Bassistin und teilweise Liedsängerin des Trios &#8211; und macht dabei eine gute Figur. Sie begleitet ihre Bandkollegen Florian Wille am Schlagzeug und Simon Schankulla an der Gitarre. Simon Schankulla gehört im eigentlichem Sinn nicht zu Fertig, Los, supported seine Kollgen allerdings bei Live Auftritten. </p>
<p>Natürlich durften bei diesem Konzert auch die &#8222;Klassiker&#8220; der Gruppe nicht fehlen: &#8222;Mit wenn Du mich brauchst&#8220; vom aktuellen Album &#8222;Pläne für die Zukunft&#8220; oder &#8222;Ich drehe mich nicht um&#8220;, &#8222;Ein Geheimnis&#8220; oder dem politischen Stück &#8222;Links, Rechts, Links&#8220; vom Album &#8222;Das Herz ist ein Sammler&#8220; zeigten Fertig, Los, was sie alles drauf haben.</p>
<p>Neben einigen Chartplatzierungen, die die Band bereits für sich verbuchen konnte, spielte sie auch im Vorprogramm namhafter Künstler: Im Juni 2010 traten sie im Vorprogramm von Pink und im Juli 2010 von Amy Mcdonald auf.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/laleleander.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/laleleander.wordpress.com/235/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=235&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Ich kenne meinen Vater nicht&#8220; &#8211; Ein Leben im Schatten des Krieges</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 12:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben einer Berufjugendlichen]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Mutter sitzt mir quer gegenüber, uns trennt der Küchentisch. Sie sieht ein wenig verwundert aus, freut sich aber, dass ich sie frage. Sie soll mir etwas über den Krieg erzählen. Ich will wissen, wie sehr der zweite Weltkrieg ihr Leben verändert hat. Sie ist ein Kriegskind, 1943 geboren. Aufgewachsen zwischen Trümmern und Armut, herein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=225&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Mutter sitzt mir quer gegenüber, uns trennt der Küchentisch. Sie sieht ein wenig verwundert aus, freut sich aber, dass ich sie frage. Sie soll mir etwas über den Krieg erzählen. Ich will wissen, wie sehr der zweite Weltkrieg ihr Leben verändert hat. Sie ist ein Kriegskind, 1943 geboren. Aufgewachsen zwischen Trümmern und Armut, herein geboren in die Zerwürfnisse der Geschichte.</p>
<p>&#8222;Ich weiß nicht mehr viel, ich weiß nur noch dass, was deine Oma mir erzählt hat&#8220;, sagt sie.  Es fällt ihr schwer, nach der Erinnerung zu suchen. Sie fängt an zu erzählen, unchronologisch, wirr, mit einer eigenartigen, aber ihr eigenen Ausdrucksweise. Ich hake nach, ich muss oft fragen, um zu verstehen.</p>
<p>Der Vater<br />
&#8222;Die Oma sagte, dass er in Russland gefrorene Kartoffeln und Futterrüben essen musste.&#8220; &#8222;Er&#8220;, dass ist ihr Vater, den sie niemals richtig kennen lernen sollte. Mit der &#8222;Oma&#8220; meint sie meine Großmutter, ihre Mutter. &#8222;Futterrüben, die haben normalerweise die Kühe zu Fressen bekommen&#8220;, ergänzt sie. Er sei in Russland stationiert gewesen, wann und wo genau, dazu hat sie keine Informationen. Gesichert ist, dass er später verwundet in ein Lazaret nach Branice im heutigen Polen verlegt wurde. Vergilbte Fotos in einem alten Familienalbum zeigen den ausgemergelten Mann, wie er sich mit weiteren Insassen ein Krankenzimmer teilt. </p>
<p>Am Kriegsende kam er aus ungeklärten Gründen nach Schkeuditz, im Landkreis Nordsachsen, wo er an einem bösartigen Magengeschwür verstarb. &#8222;Er war Steinsetzer von Beruf und hat gutes Geld verdient&#8220;, weiß meine Mutter. Davon habe die Oma, eine gottesfürchtige Frau die nie wieder geheiratet hat, immer profitiert. Sie habe eine gute Witwenrente erhalten Die Frau, die mir gegenüber sitzt, während ich eifrig protokolliere, weiß nicht mehr, wann ihr Vater ums Leben kam: Ob es 1945 oder sogar 1946 war? Er wurde 36 oder 37 Jahre alt, hat zwei Weltkriege erlebt, 1939 geheiratet, wurde kurz nach der Heirat einberufen, hat zwei Kinder gezeugt. </p>
<p>Viel Elend, ein zu kurzes, trauriges Leben, um von einem erfüllten Dasein sprechen zu können. Zu lang liegen die Ereignisse zurück, zu wenig wurde darüber in ihrer Familie gesprochen. Ich sollte doch ihre Schwester fragen, sagt meine Mutter, die sei drei Jahre älter und wüsste vielleicht noch ein bisschen mehr. &#8222;Ich kenne meinen Vater nicht. Ich war ein Jahr alt, als ich ihn das letzte mal sah.&#8220; Und sie erzählt weiter. Berichtet von der Kindheit ohne Vater. Von ihrem Opa, der den kleinen Wildfang mit den roten Haaren sehr mochte, erzählt sie mir heute nicht. Und doch weiß ich, dass es ihn gab. Die einzige männliche Bezugsperson, in einem durch und durch von Frauen geführten Haushalt. </p>
<p>Die Kindheit<br />
&#8222;Sie haben mich als Baby rumgetragen und wenn die Bomben explodiert sind, dann habe ich vor Schreck angefangen fürchterlich zu weinen. Die Angst ist mir bis heute geblieben&#8220;, erinnert sich meine Mutter. Das junge Mädchen, dass im deutschen Osterdorf geboren wurde, flüchtete vor den Kriegsunruhen mit ihrer Familie über die Grenze in die nahe gelegene Tschecheslowakei. &#8222;Ich war später noch zweimal da&#8220;, erinnert sie sich. Wie ein Täter, der immer wieder den Tatort aufsuchen muss. Es gibt Bilder, die lassen sie nicht los, sondern begleiten sie ein Leben lang. Einmal hat sie auch mich dorthin mitgenommen. Aber für mich war es nur ein Ort. Ein Ort mit viel Grün, gepflegt, mit schönen Geschäften.</p>
<p>Die Flucht in den Westen, die viele der Verwandten angetreten sind, sollte nicht so recht glücken. &#8222;Wir hatten bereits eine Pferdekutsche voll gepackt, aber die Tante hat uns wieder von der Kutsche runter gezogen und sagte: `Wir werden nicht fahren. Wir werden nicht verhungern fahren.´&#8220; Und so blieb das kleine Mädchen in Osterdorf, aus dem schon rasch Niekazanice werden sollte. Aus dem deutschen Staatsgebiet, war inzwischen polnisches geworden. </p>
<p>&#8222;Für einen Betrag von 20 Sloty, das entspricht einem damaligen Wert von zwei Broten, haben wir die polnische Staatsbürgerschaft angenommen.&#8220; Man versuchte sich zu assimilieren. Aber dennoch fühlte sich diese Familie als Deutsche innerhalb einer polnischen Mehrheit. &#8222;Für die Oma war das überhaupt nicht gut. Von den Polen wurde sie als Deutsche beschimpft. Auch wir Kinder wurden beschimpft.&#8220;</p>
<p>Flucht nach vorn<br />
Mehr als dreißig Jahre später lernt sie meinen Vater kennen. Im Sommer 1980 besucht er sie in Polen, die Verwandtschaft kennt sich untereinander, ein Kontakt wird hergestellt. Rasch wird geheiratet, man hat nicht viel zu verlieren. Am zweiten Weihnachtsfeiertag verlässt meine Mutter Polen. Für immer. Es ist eine Reise ohne Wiederkehr. Ihre Mutter, meine Oma, nimmt sie gleich mit ins &#8222;gelobte Land&#8220;. &#8222;Als wir raus gefahren sind, lag wahnsinnig viel Schnee&#8220;, sagt meine Mutter. &#8222;Raus gefahren&#8220; &#8211; eine geflügelte Redewendung, die nur sie benutzt. Es klingt immer noch nach Flucht. </p>
<p>&#8222;Es war schwierig den Antrag bewilligt zu bekommen.&#8220; Wieder gerät meine Mutter in den Strudel der Geschichte. Die polnische Befreiungsbewegung Solidarność ist im vollen Gange, die Behörden haben momentan andere Probleme. Solidarność läutet bereits das Ende des Ostblocks ein, der neun Jahre später schließlich in sich zusammen bricht. Sie landet, zusammen mit meiner Oma, zunächst im Flüchtlingslager Friedland in Göttingen. Mutter weiß nur Gutes über es zu berichten: Es sei recht komfortabel gewesen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Friedland kann sie Sylvester bereits in ihrer neuen Heimat verbringen. Sie hat es nicht bereut. </p>
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		<title>Unwiederbinglich</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 11:11:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Theodor Fontane führt in &#8222;Unwiederbringlich&#8220; zusammen, was nicht zusammen gehört: Die sensitive Christine und der leichtlebige Holk &#8211; eine Liason die schließlich in einer Katastrophe mündet. Dabei ist es ein wohlhabendes Paar, Graf und Gräfin, und das Glück scheint ihnen hold zu sein. Ihre Liebe bringt zwei Kinder hervor, dass dritte Kind verstirbt. Sie wachsen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=219&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Theodor Fontane führt in &#8222;Unwiederbringlich&#8220; zusammen, was nicht zusammen gehört: Die sensitive Christine und der leichtlebige Holk &#8211; eine Liason die schließlich in einer Katastrophe mündet. Dabei ist es ein wohlhabendes Paar, Graf und Gräfin, und das Glück scheint ihnen hold zu sein. Ihre Liebe bringt zwei Kinder hervor, dass dritte Kind verstirbt. Sie wachsen am gemeinsamen Schicksal, denn &#8222;das schöne und jugendliche Paar&#8220; wurde &#8222;einander nur noch nähergeführt und das Gefühl ihrer Zusammengehörigkeit gesteigert.&#8220; </p>
<p>Doch der Schein trügt. In seiner Funktion als Kammerherr wird Holk an den Kopenhagener Hof einer dänischen Prinzessin gesandt. Holk ist beeindruckt von der Schönheit Brigitte Hansens, mit der er die Bekanntschaft am Hofe pflegt, noch mehr fasziniert ihn aber Ebba von Rosenberg. Mit einem Brief an Christine, in dem er sich Schwärmereien hingibt, verletzt er diese sehr. Ungeachtet Christines Empfindungen, kommen sich Holk und Ebba langsam näher. Während es für Ebba eine willkommene Abwechslung aus der eintönigen Langeweile am Hof ist, verliert sich Holk mehr und mehr in den Gefühlen für sie. </p>
<p>Nachdem die Trennung von seiner Frau vollzogen ist, hält er schließlich um Ebbas Hand an, diese weist ihn allerdings heftig ab. Holk scheint ins bodenlose zu fallen, versöhnt sich allerdings wieder mit Christine. Es kommt zu einer erneuten Heirat. Christine ist des Lebens allerdings müde und kann den Schmerz, den ihr Holk zugefügt hat, nicht recht verwinden. Sie bringt sich um. So weit die Handlung.</p>
<p>Theodor Fontaen vereint in seinem Roman &#8222;Unwiederbringlich&#8220; Frauenfiguren, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Christine trägt das christlich-heilige bereits im Namen, während Ebba eine &#8222;femme fatale&#8220; par exellance ist. Die lebensfrohe Frau, Ebba kommt von Eva, will sich amüsieren und kostet schließlich an der verbotenen Frucht. Damit stürzt sie alle Beteiligten ins Verderben. Unwiederbringlich ist ein glänzender Ehebruchsroman, der alles andere als langweilig ist.</p>
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		<title>Die Bootsfahrt</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 12:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>laleleander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Rolf Dieter Brinkmanns knapp zehnseitige Erzählung &#8222;Die Bootsfahrt&#8220; schildert eine Episode zwischen Eheleuten. Mehr als dreißig Jahre ist das Paar verheiratet, langsam naht der Herbst des Lebens mit all seinen Freuden und Tücken. Der drohende Lebensabend bringt das Paar einander nicht näher &#8211; ganz ihm Gegenteil: Ihm wird die Fremde zu seiner Frau mehr und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=laleleander.wordpress.com&amp;blog=8107114&amp;post=216&amp;subd=laleleander&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">Rolf Dieter Brinkmanns knapp zehnseitige Erzählung &#8222;Die Bootsfahrt&#8220; schildert eine Episode zwischen Eheleuten. Mehr als dreißig Jahre ist das Paar verheiratet, langsam naht der Herbst des Lebens mit all seinen Freuden und Tücken. Der drohende Lebensabend bringt das Paar einander nicht näher &#8211; ganz ihm Gegenteil: Ihm wird die Fremde zu seiner Frau mehr und mehr bewusst. Die Beziehung der beiden ist gekennzeichnet durch gegenseitige Abhängigkeit, Gewohnheit und Leere. Bei einer gemeinsamen Bootsfahrt kommt es schließlich zum Eklat. </span></span></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Times New Roman,serif;">In Rückblenden lässt Rolf Dieter Brinkmann den Leser an den kreisenden Gedanken des Ich-Erzählers partizipieren. Am Ende der Geschichte ist dieser ihm nahezu so vertraut wie am Anfang der Erzählung: Biographische Hintergründe bleiben verdeckt &#8211; Empfindungen, Bilder, Gedanken und das Erlebte stehen im Fokus des Erzählten. Der Leser wird sofort in den Sog der Handlung gezogen, allerdings bleibt diesem bis zum Ende verborgen, was das eigentliche Geheimnis dieser &#8222;atmossphärischen&#8220; Störung ist. Mit der &#8222;Bootsfahrt&#8220; ist Rolf Dieter Brinkmann eine ergreifende Kurzgeschichte gelungen. </span></span></p>
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